KONTAKT Kopie

08.06. > 30.08.20

Kontakt nehmen die drei Künstlerinnen zwischen Berlin, Hannover und Stadthagen sowie zwischen Farbe und Figürlichkeit auf.

Seit ein paar Jahren bearbeitet Kai Kandziora seine eigentlich einfar-bigen Steinskulpturen und Reliefs mit Farbe. Damit nimmt er seinem Medium Stein einmal mehr seine Schwere und tritt in Kontakt mit der Malerei.

Pina Rath malt vorwiegend großformatige Close-ups in Öl auf Lein-wand. Perspektivische Verortungen im Raum treten vor dem unmittelbaren Ausdruck ihrer Figuren zurück. Im Entstehungsprozess wird die angestrebte Schönheit durch schroffe Pinselstriche gestört. So entsteht, durch unbewusste Impulse, eine neue Dimension im Ausdruck, der über das rein Schöne hinausgeht.

Tania Smolka zeigt eine Serie: „Nachbilder“, die in den letzten zwei Jahren in Stadthagen und Berlin entstanden ist. Es werden Fragmente aus optischen Ereignissen zitiert, die sich durch die Übersetzung auf die Leinwand vom Zeitpünktchen zum Langzeitprojekt verändern.

Wir freuen uns auf euren/Ihren Besuch!

 

Lebendiges Stadthagen – Digitalbild von Gero Paul

Im Jahr 2022, dem Jahr des 800jährigen Stadtjubiläums, realisierte der Freundeskreis Zehntscheune in Stadthagen ein großes Begleitprojekt zu den Gemeinschaftsausstellungen der Saison – gefördert mit Landesmitteln aus dem Sonderprogramm „Niedersachsen dreht auf!“ durch die Schaumburger Landschaft. Gero Paul schuf im Projekt „Lebendiges Stadthagen – 800 Fotos für 800 Jahre“ ein großformatiges Digitalbild, das am 6. April 2023 in Anwesenheit von Dr. Lu Seegers, der Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft, öffentlich vorgestellt wurde.

Lebendiges StadthagenEin Exemplar des Bildes wurde jetzt an der Westseite der Zehntscheune installiert, gut sichtbar für Passant*innen, die vom Parkplatz an der Zehntscheune zur Stadtbücherei im Landsbergschen Hof bzw. zur Obernstrasse Richtung Marktplatz gehen. Als ‚Suchbild‘ regt es
dazu an, bekannte Gebäude und Gesichter zu entdecken – und sich dann auch eingeladen zu fühlen, die aktuellen Ausstellungen in der Zehntscheune zu besuchen. Der Freundeskreis plant, ein zweites Exemplar des Digitalbildes zum Beginn der Saison 2024 zu versteigern.

Wichtige Anregungen für das große Digitalbild sammelte Gero Paul
im Sommer 2022 bei Spaziergängen in der Innenstadt. Dazu wertete er Archivmaterial aus sowie etwa 400 Fotos von Bürger*innen und Gästen der Stadt, die dem Aufruf des Freundeskreise gefolgt waren und eigene Bilder eingereicht hatten: Alltagsszenen aus dem Stadtleben sowie Impressionen
vom „FestiWall“, dem Stadtfest im Juni 2022 entlang der historischen Wallanlage.


Bildbeschreibung:

Im oberen Bereich finden sich Bilder der Heringsfängerei, die den Künstler als Teil der Schaumburger Geschichte besonders beeindruckt hat. Er lässt aber Stadthagen nicht in der Nordsee versinken, sondern legt sie auf roten Sand – entlang der Küstenlinie? Eine Collage aus Elementen bedeutender Bauwerke umgibt den Marktplatz als Zentrum des Bildes. Im Hintergrund taucht auch das Kaufhaus von Inhaber Lion auf, dessen jüdische Familie in der NS-Zeit Stadthagen verlassen musste. Von der Verfolgung zeugt auch eine Abbildung einer Tochter Lions: Paul entdeckte die Aufnahme einer Straßenszene, auf der sie – wohl zufällig – mit Koffern am Beginn ihrer Flucht aus Stadthagen zu sehen ist. Vor die Rathausfassade hat Paul zwei bekannte zeitgenössische Musiker platziert, eine Gruppe Kinder auf dem Giebel, Passant*innen in der Gastronomie des Hauses zum Wolf. Viele Ausschnitte von Einzelaufnahmen sind im Blumenteppich im Vordergrund des Bildes integriert – als kritischen Zeitgenossen hat den Künstler auch der Krieg in der Ukraine nicht losgelassen.
Mit diesem Bild, das Gero Paul in seinem Atelier in Buxtehude fertiggestellt hat, ist nun das Kunstprojekt von 2022 beendet. Der Künstler hat es mit den speziellen Techniken geschaffen, die das digitale Malen ermöglicht und die mit keiner herkömmlichen Maltechnik machbar sind. Das Resultat ist eine Mischung aus gemalter Surrealität und fotografierter Realität. Die Genauigkeit, Brillanz der Farben und die Bildtiefe machen Pauls Werk zu einem besonderen Blickfang: An einer markanten Stelle platziert, erinnert es an das Stadtjubiläum 2022 und schafft neue Aufmerksamkeit für die Zehntscheune als Kunstort mit den neuen Ausstellungen der Saison 2023.

Homepage des Künstlers Gero Paul

Lebendiges Stadthagen – 800 Fotos für 800 Jahre

Alle Bewohner*innen und Gäste Stadthagens – Hobby- und Profi-Fotograf*innen – mit Smartphone oder Kamera laden wir anlässlich des Stadtjubiläums herzlich zur Mitwirkung am Projekt „Lebendiges Stadthagen“ ein!

Der Grafiker und Künstler Gero Paul ist im JUNI an der 2. Kunst-Ausstellung in der Zehntscheune 2022 beteiligt. Er präsentiert dabei Werke der DIGITALEN MALEREI.

Im Projekt „Lebendiges Stadthagen“ kreiert er – ergänzend zur Ausstellung – eine digitale Collage als Großformat. Dort hinein integriert er anlässlich des Stadtjubiläums „800 Fotos für 800 Jahre“!

Wenn Sie gerne fotografieren, egal ob mit Smartphone oder Kamera: Senden Sie Ihre Beiträge für das Projekt „Lebendiges Stadthagen“ ab sofort an den Freundeskreis Zehntscheune!

Digitale Fotos – mit einem Volumen von mindestens 500 kB – können Sie zur Verwendung für die Collage an folgende E-Mail-Adresse schicken: 800fotos@zehntscheune-stadthagen.de.

Wenn Sie interessante Beiträge auf Papier haben, z.B. alte Ansichten von Stadthagen, Fotos, Postkarten, Stadtpläne etc.: Geben Sie solche Beiträge gerne direkt in der Zehntscheune ab ( Sa & So von 11 bis 18 Uhr), oder schicken Sie uns eine Nachricht: freundeskreis@zehntscheune-stadthagen.de.

Das Konzept:

Künstler Gero Paul ist von Stadthagen sehr angetan. Er führt im Juni-Juli ein ergänzendes Projekt zur Ausstellung durch: „Lebendiges Stadthagen – 800 Fotos für 800 Jahre“. Das Land Niedersachsen fördert dieses Vorhaben in Kooperation mit der Schaumburger Landschaft. Bewohner*innen und Gäste Stadthagens sind herzlich zur Mitwirkung eingeladen!

Pauls digitale Malerei kann Assoziationen zu berühmten Bildern der flämischer Malerei um 1600 wecken, z. B. ‚Sprichwörter‘ oder ‚Allegorien‘ von Pieter Breughel, der in großformatige Landschaftsbilder Menschen-Gruppen integriert hat, zum Teil mehr als 100 Figuren. Paul erzielt im 21. Jahrhundert mit seiner Technik der digitalen Malerei ebenfalls große Bilder, in die er eine Vielzahl von kleinen bearbeiteten Fotos einbettet. Er druckt seine großformatigen Bilder (z.B. 220 x 140 cm) auf PV-Folien, die eine unwahrscheinliche Farbenkraft besitzen. Darüber wird eine spezielle Schutzfolie laminiert, die den Bildern eine erstaunliche Tiefe gibt.

Was wird nun die weiträumige Bühne sein, in die Gero Paul Bilder aus Stadthagen einfügt? Dazu der Künstler: „Ich habe mich schon in Stadthagen umgeschaut: Die Innenstadt, die Wallanlage, alte Stadtpläne… Wir wollen jetzt erst einmal mehrere Hundert Hobby- und Profi-Fotograf*innen gewinnen – jüngere und ältere, Bewohner*innen und Gäste der Stadt. Schicken Sie uns interessante Fotos und Dokumente vom lebendigen Stadtleben!“.

Gewünscht werden Beiträge aus verschiedenen Bereichen: „Details – Fotos von der Stadt und den Einwohnern, Kleinigkeiten wie z. B. Brunnen, schöne Haustüren, Skulpturen, eine Katze, die durch die Straßen schleicht, Wahrzeichen, eben alles, was Stadthagen besonders macht; Stadtleben – Feste, Feiern, Wochenmarkt, Konzerte, Tanz, Theater, Gärten und Parks, Sport und Bewegung etc.; Stadtansichten – Stadthagen, wie es heute ist, einzelne Häuser, Fassaden und ganze Straßenzüge, Marktplatz, Wallanlage; Geschichte – Fotos aus alten Zeiten, historische Fotos, Gemälde, Lagepläne, Stadtkarten, Postkarten, gerne auch historische Karten“.
Eines ist dem Künstler besonders wichtig: „Das Stadthagen-Projekt soll nicht nur künstlerischen Ansprüchen genügen, es kann vielmehr Werbung für Stadthagen sein. Aus allen Einsendungen mache ich eine einzigartige Collage zum Thema 800 Jahre Stadthagen. Die Stadt stellt sich positiv, kulturell spannend und gastfreundlich dar. Auch Menschen von außerhalb werden zu einem Besuch bewegt“.

Themenausstellung – Durch die Nacht

30.10. > 28.11.21 | Themenausstellung

Die Projektgruppe um Rosita Vollmer eröffnete am 30.10.21 die Themen-Ausstellung DURCH DIE NACHT. Attraktionen der Veranstaltung sind:
• ein ZAUBERWALD im großen Ausstellungsraum – mit Mal-Angeboten für Kinder
• ein kunsthistorischer Blick auf die Bearbeitung von Licht und Nacht,
• eine Sammlung von Leucht-Werken und ein Schattenspiel mit Licht-Effekten,
• Text-Banner mit Informationen durch Jahrtausende menschlicher Erfindungen.

Schwarzlicht macht in dieser Installation fluoreszierende Baumstämme, Zweige und Blätter sichtbar, zwei Spuren führen vorbei an Tieren des Waldes, Vogelstimmen begleiten die Gäste auf dem Weg durch den Wald.
Der Filmraum bietet kunsthistorische Darstellungen von Licht und Nacht – eine Präsentation berühmter Gemälde vom 17. Jahrhundert bis in die Moderne.
Im ‚Baderaum‘ ist ein elektrogetriebenes Mobile zu bestaunen, eine Karussel-Fahrt, durch drei Lichtquellen zu einem beeindruckenden Schattenspiel an die Wände gezaubert.
In den Nebenräumen sind Leucht-Objekte ausgestellt: Vom Kienspahn-Halter über Petroleum-Lampen bis hin zu modernen LED-Leuchtmitteln.
Text-Banner führen die BesucherInnen durch Jahrtausende menschlicher Erfindungen, die vor der Entwicklung des elektrischen Stroms dazu dienten, Licht ins Dunkel der Nacht – und auch ‚unter Tage‘ – zu bringen, u.a. auch eine „Schusterlampe“. Die Texte stehen ab November auch als Broschüre zur Verfügung.
Der Drachen-Club Hannover hatte zur Eröffnung am 30.10.21 einen Parcours mit bunten Licht-Windspielen und einen Flugdrachen mit Leuchtelementen für den nächtlichen Sternenhimmel aufgebaut.

Die Lyrikerin Britta Bargheer stellte am MONTAG, 08.11., ab 17 Uhr, im Kulturzentrum Alte Polizei Gedichte vor, die sie in den „Blauen Stunden“ in der Ausstellung geschrieben hat.
Ein Besuch dieser Themenausstellung verspricht überraschende Impressionen, seltene Sammler und Museumsstücke sowie klug gewählte historische Informationen.

Das Ausstellungteam heißt alle Besucher herzlich willkommen.

Öffnungszeiten: Freitag, Samstag, Sonntag | 16:00 – 19:00 Uhr

Sponsoren:

Der Himmel ist auf beiden Seiten gleich blau

02.10. > 24.10.21 | PLSW – Atelier form.Art

Das offene und inklusive Atelier form.Art der Paritätischen
Lebenshilfe  – PLSW ist ein Ort der Kunst und der Begegnung von
Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Es ist offen für alle.
Künstlerische Erfahrungen sind keine Voraussetzung für die
Teilnahme im Atelier. Wertschätzung, Wohlwollen, respektvolle
Begegnung und die Freude am Gestalten, Malen und Zeichnen sind
die Leitgedanken. Hier dürfen alle so sein, wie sie sind,  alle dürfen
sich entfalten und verwirklichen, alle können umsetzen, was sie
„antreibt“ und berührt. Die ausgestellten Bilder sind in Workshops
und in den offenen Ateliers entstanden.

Wir laden Sie, Ihre Familie und Ihre Freunde ganz herzlich ein!

Homepage – Atelier form.Art

Resonanz und Konfusion

04.09. > 26.09.21 | Fotografien | Malerei | Objekte

In der Spannweite dieser beiden Begriffe „Resonanz und Konfusion“ lassen sich die ausgestellten Arbeiten der drei Künstler*innen einordnen und verstehen. Dabei weisen drei Untertitel auf verschiedene Schwerpunkte hin:
„Gott braucht frische Luft“Asrin  Askendery
„Die Stimme der Natur“Ida Marquis
„Der Mensch im Konflikt mit sich selbst zwischen Verstand und Emotionen verirrt“Leschko

Fotografien, Bilder und Objekte zeugen von der jeweils ganz unter-schiedlich künstlerischen Auseinandersetzung mit der Beziehung des Menschen zur Religion, zur Natur und zu sich selbst.

ateliereigenart-shg.de       asrinaskendery.art

Schaumburger Impressionen

31.07. > 29.08.21 | Fotogruppe aus Schaumburg

Riesige Süntelbuchen mit verschlungenen Ästen in Bad Nenndorf oder Luftaufnahmen vom Schaumburger Land, das ehemalige Bergwerk „Georgschacht“ in Stadthagen welches mittlerweile dem Verfall augeliefert ist, die typische Schaumburger Architektur, die heimische Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen aus dem Schaumburger Land und Aufnahmen von Menschen, die auf markante Weise das Leben in Schaumburg widerspiegeln.

Wer durch die Fotoausstellung geht, hat das Gefühl, in Wirklichkeit sechs Ausstellungen gesehen zu haben. Die jeweiligen Fotografen gehören alle der Fotogruppe Schaumburg an , und doch hat jeder seinen eigenen Blick auf die Welt .
Jasmin Stahlhut – Tiere und Landschaft im Schaumburger Land
Dietmar Finster – Schaumburger Weite
Rolf Fischer – Architektur in Schaumburg
Rüdiger Damke – Lost Place Georgschacht, Stadthagen
Bernhard Loewa – Süntelbuchen in Bad Nenndorf
Burkhard Schubert – Menschen in Schaumburg

Zur Eröffnung der Ausstellung am Samstag den 31. Juli um 11:00 Uhr
laden wir herzlich ein und freuen uns auf Ihren Besuch!